Der regelmäßige Gang zum Zahnarzt oder
Kieferchirurgen fällt vielen Menschen - trotz moderner und
schonender Behandlungsmethoden - immer noch schwer. Mit ein
bisschen Humor könnte man diesen Weg leichter machen, dachten
sich die Zahnärzte Dr. Dr. Klaus Meier,
Dr. med. dent. Peter Meier und
Dr. med. Dr. med. dent. Holger Heibel aus Leichlingen.
Schließlich war es ein Song der kölschen Rockband Bap,
der Dr. Peter Meier 2002 zu dem für eine Zahnarztpraxis
ungewöhnlichen Namen inspirierte: Aus „Wahnsinn, do
jommer och hin!" entstand „Zahnsinn". Seitdem betreiben die
Zahn-Mediziner ihre Gemeinschaftspraxis am Stadtpark mit dem
Schwerpunkt Implantologie unter diesem griffigen Namen.
Das breite Behandlungsspektrum ist das zweite besondere Merkmal der
Praxis: Es reicht von der normalen Zahnbehandlung über die
ambulante Kieferchirurgie bis zu Kieferorthopädie und
Implantologie. Amalgam-Sanierung und Knochenaufbau werden ebenso
durchgeführt wie Individualprophylaxe und Zahnreinigung. Oder,
um es verständlicher auszudrücken: Die Entfernung von
Weisheitszähnen oder entzündeten Wurzelspitzen
gehört ebenso zu den Leistungen wie die Regulierung oder
Korrektur von Fehlstellungen der Zähne und das Einsetzen von
Implantaten. Auch die Tumorentfernung im Gesicht und die Kontrolle
verdächtiger Haut- und Schleimhautveränderungen
führen die „Zahnsinn"-Experten durch.
Dazu kommen verschiedene Service-Angebote. Für Patienten, die
statt einer lokalen Betäubung eine Vollnarkose bekommen, ist
ein Tag in der Woche reserviert, und an einem weiteren Tag
kümmert sich einer der insgesamt vier Ärzte vor Ort um
die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Altersheime in
Leichlingen. Regelmäßig werden auch Problem- und
Notfälle aus anderen Praxen zu „Zahnsinn"
überwiesen. Das zahntechnische Labor ist direkt um die Ecke,
was eine zügige Abwicklung von Prothesenreparaturen und
Korrekturen am Zahnersatz bedeutet. Oftmals ist der Zahntechniker
selbst am Behandlungsstuhl anwesend, um sich ein Bild von Zahnfarbe
und -stellung machen zu können.
Entsprechend groß ist das Einzugsgebiet: Patienten kommen
nicht nur aus Leichlingen, sondern auch aus Opladen und Solingen,
um in einem der acht mit modernster Technik ausgestatteten
Behandlungsräume versorgt zu werden: „Zahnsinn - do
jommer och hin!"
Bei der Gründung im Jahr 1945 war an solche Rahmenbedingungen
überhaupt noch nicht zu denken. Dr. Berthold Meier, der aus
der Kriegsgefangenschaft geflohen und auf der Suche nach seiner
Familie nach Leichlingen gekommen war, eröffnete seine
Zahnarztpraxis zunächst in den Räumlichkeiten einer
ehemaligen Gaststätte in der Marktstraße. Fünf
Jahre später erfolgte der Umzug an den Stadtpark. Sohn Klaus,
der zunächst Medizin studiert hatte, entschloss sich nach dem
Tode des Vaters im Jahr 1966 zu einem zusätzlichen
zahnmedizinischen Studium, um anschließend die Praxis zu
übernehmen. Er entwickelte sich im weiteren Verlauf seines
Berufslebens zu einem Pionier der Implantologie - ein Fachgebiet,
in dem mittlerweile auch sein Sohn tätig ist.
Dr. med. dent. Peter Meier war nach dem Studium in Marburg und
Köln 1994 in die väterliche Praxis gekommen. im Jahr 2004
stieg außerdem sein Studienfreund
Dr. med. Dr. med. dent. Holger Heibel, Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurg, mit in die Praxis ein. Das über
zwanzigköpfige „Zahnsinn-Team" wird mittlerweile noch
durch den Assistenzarzt
Dr. Alexander Grob unterstützt, so dass insgesamt vier
Zahnmediziner in der Praxis tätig sind.
Ob eines Tages jemand aus der vierten Generation der Meiers in die
Praxis einsteigt, steht zwar noch in den Sternen, doch die Chancen
sind gut: Die vier Kinder von Peter Meier sind zwar noch weit von
einer Berufsentscheidung entfernt, doch Vater und Großvater
sind ziemlich zuversichtlich, dass mindestens eines die Gene der
Vorfahren geerbt hat.

